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Die Borreliose ist ein großer Imitator verschiedenster Krankheiten. Sie gehört bei ca. 400.000 bis 500.000 Neuerkrankungen pro Jahr (Stand April, 2016) zu den an am häufigsten übersehenen Infektionserkrankungen in Deutschland (ISLA). Viele Patienten haben oftmals schon eine lange Odyssee hinter sich bevor die Diagnose „Borreliose“ überhaupt feststeht.


Infektionswege

Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die vorwiegend durch Zecken, aber auch von Stechfliegen, Bremsen, Spinnen und Flöhen übertragen wird. Neue Studien ergaben, dass ebenfalls durch Geschlechtsverkehr eine Infektion der Frau durch den Mann erfolgen kann und in der Schwangerschaft über die Plazenta auf das Kind übertragen werden kann.

Akuter Zeckenstich – Was ist zu tun?

Die Zecke sofort entfernen. Nie mit den bloßen Händen, mit Ölen, Klebstoff, reizenden Mitteln oder Flüssigkeiten versuchen, die Zecke zu entfernen. Durch diesen Stress kann die Zecke eventuell im Darmtrakt vorhandene Borrelien massiv in die Stichstelle erbrechen. Zur optimalen Entfernung hat sich dabei die Zeckenschlinge bewährt (www.zeckenschlinge.com) in Apotheken erhältlich. Danach wird die Stichstelle desinfiziert. Die Erstinfektion über einen Insektenbiss kann relativ stumm, bzw unauffällig verlaufen. Eine Wanderröte oder ein Ekzem um die Einstichstelle ist als Alarmsignal zu werten. Manchmal bekommt man nach 2-8 Tagen auch nur eine leichte Grippe oder fühlt sich „krank“.

Die Stichstelle danach genau beobachten, ob sich ein „roter Hof“ - das Erythema migrans bildet. Bildet sich kein Hof so war in der Zecke kein Erreger, oder aber das Immunsystem konnte keine Immunantwort bilden. Ein nicht vorhandenes Erythema migrans ist leider kein Beweis dafür, dass die Zecke keine Erreger übertragen hat. Wenn sich ein Erythema migrans ausbildet, sofort einen Termin bei Ihrem Arzt oder Therapeuten ausmachen. Sofern die Zecke noch vorhanden, ist es möglich die entfernte Zecke in speziell ausgestatteten Laboren mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auf Borrelien untersuchen zu lassen. Dieser Test weist borrelienspezifische DNA in der Zecke nach.

Diagnostik

Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die nicht nur schwer zu therapieren, sondern schon im Vorfeld nur sehr schwer zu diagnostizieren ist. Eine Möglichkeit der Diagnostik stellt dabei die Dunkelfeldmikroskopie dar. Dabei werden die Erreger direkt unter dem Mikroskop sichtbar dargestellt und erfordern keinen Umweg über ein intaktes Immunsystem. Als geeignete Labordiagnostik haben sich ebenfalls der Lymphozytentransorfmationstest (LTT), der Immunoblot, sowie der Immunfluoreszenztest (IFT) bewährt.

Generell entstehen Schwierigkeiten bei vielen Labortests, da sie ein intaktes Immunsystem voraussetzen. Dies ist leider bei vielen Patienten nicht der Fall. So kommt es häufig zu dem Phänomen, dass klinisch ein Borrelienverdacht gegeben ist, der angeforderte Labortest dennoch negativ ist.

Symptome

Borreliose ist eine Krankheit der tausend Gesichter. Sie kann Ursache für kleine Einschränkungen im normalen Alltag, als auch Auslöser schwerwiegendster Symptome bis chronischer Krankheiten sein. Anfänglich klagen viele Patienten unter schwerer Müdigkeit, mangelnder Konzentrationsfähigkeit, leichten Fieberschüben, Gelenkschmerzen und vielen weiteren Symptomen. Im weiteren Verlauf wird häufig von einer Sehverschlechterung, starken Tachykardien und Rhythmusstörungen, Panikattacken, Rheumatischen Gelenkproblemen, Kribbeln und oder Taubheit der Extremitäten, u.v.m. berichtet.